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E-Book Verkaufsplattformen: Welche sind empfehlenswert?

Aktualisiert: 3. Mai 2019




Wie das im Netz so üblich ist, stößt man bei der Online-Recherche auch in diesem Bereich auf zahlreiche Anbieter. Zu den wohl Bekanntesten zählen iBooks, bod, epubli und Amazon. Welche dieser Plattformen die optimalen Bedingungen für E-Book Autoren anbietet, welche Unterschiede es dabei zwischen Marge und Reichweite gibt und wie es mit der Benutzerfreundlichkeit aussieht – all diese Faktoren werden im folgenden Beitrag ausführlich unter die Lupe genommen.


Marge

Das, was die meisten Autoren besonders interessiert, ist wahrscheinlich das, was nach getaner Arbeit übrig bleibt – der Gewinn. In diesem Fall wird schnell klar, dass es bei den vier großen Anbietern keine nennenswerten Unterschiede gibt. Während Autoren bei iBooks, BoD und epubli pro verkauftem E-Book 70% vom Nettoerlös erhalten, kann man bei Amazon zwischen zwei Varianten wählen. Verkauft man sein E-Book bei Amazon zwischen 2,99 und 9,99 Euro, hat man die Möglichkeit 70% zu bekommen, ansonsten erhält der Autor 35% pro verkauftem E-Book. Hinsichtlich der Marge lohnt sich auch die Überlegung, in welcher Form Marketing möglich ist. Schließlich kann ein E-Book noch so gut geschrieben sein, wenn es nicht bei den Lesern ankommt, für die es gedacht ist. BoD bietet hierfür beispielsweise professionelle Marketing-Tipps von Experten an, um den Umsatz zu steigern und sein Werk erfolgreich zu vermarkten. Amazon hat dafür ein eigenes Forum eingerichtet, in dem sich Autoren austauschen und so gegenseitig helfen können.


Reichweite

Bevor man sich für eine Plattform entscheidet, ist es wichtig zu wissen, wie viele potentielle Kunden man erreichen kann. Es geht vor allem darum, wie beliebt ein Anbieter ist und wo die meisten E-Book Leser nach Lesestoff suchen. In diesem Fall liegt Amazon ganz vorne. Zwar findet man unterschiedliche Zahlen, dennoch kann man davon ausgehen, dass Amazon mit einem Marktanteil von etwa 50% der Spitzenreiter unter den E-Book Verkaufsanbietern ist. Knapp dahinter liegt BoD, eine Plattform, die bereits seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt ist und ebenso populär ist. Epubli ist vor allem für seinen professionellen und kundenorientierten Service bekannt und bei den Nutzern beliebt. iBooks liegt mit einem (noch) relativ geringen Markanteil eher hinten und ist bei weitem noch nicht so bekannt wie die restlichen Anbieter.


Benutzerfreundlichkeit

BoD bietet die Möglichkeit, das E-Book bequem in einem Online-Editor zu gestalten. Selbst ohne technische Vorkenntnisse gelingt die Gestaltung mit diesem Tool einfach und schnell. Ähnlich dazu bietet auch Apple eine App an, die bei der Bearbeitung des E-Books helfen soll – allerdings ist diese nur auf dem Mac verfügbar. Auch Amazon lässt seine Autoren nicht allein. Mit unterschiedlichen Tools zur E-Book Konvertierung und Erstellung eines Covers wird einem die Veröffentlichung besonders leicht gemacht. Bei Epubli wird man ebenfalls direkt zum Online-Editor weitergeleitet, der kostenfrei ist, keiner Installation bedarf und die E-Book Datei automatisch im ePub-Standardformat ausgibt. Alternativ dazu hat man bei epubli die Möglichkeit eine Text-Datei professionell konvertieren zu lassen, was pro Buch einmalig 80 Euro kostet.

Vor- und Nachteile

Mit dem Marktführer Amazon ist man stets auf der sicheren Seite, wenn es um Reichweite und Sichtbarkeit des eigenen E-Books geht. Zahlreiche hilfreiche Tools helfen einem bei der Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung des Werks. Allerdings muss man an dieser Stelle bedenken, dass E-Books von Amazon aus auf keinen weiteren Plattformen angeboten werden. Möchte man auf anderen Plattformen ebenso vertreten sein, dann lohnt sich ein Blick auf BoD und epubli, da diese alle E-Books in zahlreichen Online-Shops listen – darunter Thalia, Amazon, iBooks und Google Play. Befindet man sich noch am Anfang seiner Autoren-Karriere und ist sich unsicher hinsichtlich Formatierung, Veröffentlichung und Marketing, ist man bei epubli gut aufgehoben – das Service ist nicht nur professionell, sondern wird in zahlreichen Foren und auf Autorenblogs gelobt und empfohlen. iBooks hingegen steckt noch in den Kinderschuhen in Sachen Self-publishing und hat in diesem Bereich eindeutig Nachholbedarf. Im Vergleich zu den anderen Anbietern findet man hier nicht annähernd so viele E-Books, weshalb man davon ausgehen kann, dass die Reichweite auch deutlich geringer ausfällt. Dennoch sollte man die Plattform im Auge behalten, zumal Apple für seine technischen Innovationen bekannt ist und womöglich in Zukunft mit einem neuen Konzept überrascht, das Amazon & Co. Konkurrenz macht.


Fazit

Die meisten Autoren, die mit dem Gedanken spielen, ein E-Book auf den Markt zu bringen, entscheiden sich immer noch für Amazon als Begleiter und Verkaufsanbieter. Da das Unternehmen weltweit bekannt und demnach für zahlreiche Kunden vertrauenswürdig erscheint, wägen sich auch viele Autoren in diesem Fall auf der sicheren Seite. Dennoch schadet ein Blick über den Tellerrand hinaus nicht, da man davon ausgehen kann, dass mehrere Anbieter auch mehr Erfolg versprechen. Wieso also alles auf eine Karte legen und nicht doppelt und dreifach publizieren? Wie schon erwähnt, listen BoD und epubil E-Books automatisch in zahlreichen Online-Shops, ohne dass man selbst etwas dafür tun muss. Aber Achtung: Amazon bietet ein Programm an, das sich Kindle Select nennt und höhere Gewinne verspricht. Entscheidet man sich allerdings dafür, darf das Werk ausschließlich auf Amazon verkauft werden. Wer lieber auf mehrere Anbieter zurückgreifen möchte, der verzichtet dafür auf die Vorteile des Select Programms. Trotz der unterschiedlichen Vor- und Nachteile sollte man sich nicht zu schnell von einer bestimmten Plattform abschrecken lassen. Der beste Weg zum E-Book Erfolg besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit darin, selbst auszuprobieren, zu testen und anschließend zu reflektieren. Welche Plattformen für einen selbst infrage kommen, mit welchen Tools man gut zurechtkommt und wessen Service den eigenen Anforderungen am besten entspricht – Antworten auf all diese Fragen wird man in keinem Forum oder Blog finden, sondern nur durch Eigeninitiative verstehen. Bedenkt man, dass die vier genannten Anbieter das Erstellen und Veröffentlichen von E-Books kostenlos anbieten, hat man im Grunde nichts zu verlieren.

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